Aktien als Altersvorsorge: Sparen an der Börse

Für viele Menschen spielt das Thema private Altersvorsorge eine immer größere Rolle. In der heutigen Zeit bietet die staatliche Rente nicht jedem eine ausreichende Absicherung, um nach dem Renteneintritt entspannt den Lebensabend genießen zu können. Gleichzeitig bieten klassische Sparanlagen nur noch geringe Zinsen. Auf lange Sicht droht Sparern derzeit sogar ein Verlust, da die Inflation jedes Jahr einen kleinen Teil des Ersparten aufzehren kann. Andere Anlageprodukte geraten in den Blick, nicht zuletzt auch Aktien.

Altersvorsorge mit Aktien

Die eher bescheidenen Sparaussichten veranlassen immer mehr Menschen, sich mit einer alternativen Altersvorsorge zu beschäftigen, die höhere Renditechancen verspricht. Dafür nehmen viele Sparer auch höhere Risiken in Kauf und nutzen zur Vorsorge Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere. Doch als Wertpapier, das an der Börse gehandelt wird, unterliegt eine Aktie Kurs- und damit Wertschwankungen, die sich aus Angebot und Nachfrage ergeben. Es ist also keinesfalls sicher, dass eine Aktie auch tatsächlich Gewinn abwirft. Allerdings erhöhen zwei Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer positiven Rendite: Langfristigkeit und Risikostreuung.

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Aktien für Anfänger

Wer sich das erste Mal in seinem Leben mit Aktien beschäftigt, hat vermutlich eine Menge Fragen zum Thema. Viele Antworten darauf gibt es im Ratgeber Aktien für Anfänger.

Nur langfristig Aktien als Altersvorsorge nutzen

Die Börsenhistorie zeigt: Langfristig gewinnen die meisten Aktien. Wer also Aktien eines Unternehmens kauft und diese dann für einen langen Zeitraum hält, kann in der Regel auch mit einem Gewinn rechnen, wenn er sie wieder verkauft. Doch wie lang ist „lang“ im Zusammenhang mit Aktienkäufen? Tatsächlich sind hier Zeiträume von 10 bis sogar 30 Jahren empfehlenswert. Kürzere Haltezeiten sind für Sparzwecke eher ungeeignet. Denn kurzfristig kann eine Aktie natürlich auch mal Verlust machen. Wer anschließend die Aktie einfach weiter hält, kann auf eine Kurserholung hoffen.

Die Streuung macht‘s

Für eine erfolgreiche Altersvorsorge mit Aktien mindestens ebenso wichtig wie die Haltedauer ist eine breite Streuung der Aktien. Da mit jeder Aktie ein gewisses Kursrisiko verbunden ist, ist es essentiell, dieses mit weiteren Aktien auszugleichen. Auf diese Weise sinkt das Gesamtrisiko des Aktienportfolios. Dahinter steht der Gedanke, dass Verluste einer Aktie nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch die Aktien eines anderen Unternehmen Verluste machen. In einem großen und über viele Branchen und Länder verteilten Portfolio kann das Risiko einzelner Ausfälle aufgefangen und minimiert werden.

Aktiendepot eröffnen

Um Aktien zu kaufen, benötigt man heutzutage nicht viel mehr als ein Wertpapierdepot. Diese werden zwar auch von klassischen Filialbanken angeboten, doch günstigere Konditionen bieten zumeist die Direktbanken und spezialisierte Online-Broker. Hier wird für die Depots zumeist keine Jahresgebühr erhoben, und auch die Ordergebühren sind in der Regel günstiger als bei klassischen Banken. Wer zur Altersvorsorge Aktien kaufen möchte, sollte in einem ersten Schritt also erst einmal die Depots vergleichen. Dabei sollten auch die Konditionen für Fonds und Sparpläne im Auge behalten werden. Denn Aktienfonds sind für Sparer besser geeignet als Einzelaktien.

Fonds: Altersvorsorge leicht gemacht

Ein breit gestreutes Portfolio zu unterhalten, kann sehr aufwändig sein. Branchen und Unternehmen müssen gesichtet, Aktien gekauft und Verluste begrenzt werden. Wer sich selbst um sein Portfolio kümmert, muss daher sehr viel Zeit in dessen Pflege investieren. Einfacher ist es da schon, das eigene Geld gleich in einem Fonds anzulegen.

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Sondervermögen

Das Geld, das in Fonds angelegt ist, unterliegt als sogenanntes Sondervermögen einem besonderen Schutz. Es ist vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt. Auf diese Weise hat die Fondsgesellschaft keinen Zugriff auf das Vermögen – auch dann nicht, wenn sie Verluste macht oder insolvent geht. Ein weiterer Grund, wieso Fonds als Altersvorsorge geeignet sein können.

Ein Aktienfonds enthält von vornherein eine gestreute Auswahl an Aktien und folgt dabei einer festen Strategie. Investmentgesellschaften legen unzählige solcher Fonds auf und kümmern sich um die Auswahl der enthaltenen Aktien. Dabei spielt die Risikostreuung aber auch die Renditechance eine große Rolle. In welche Branchen wird investiert? In welche Länder oder Unternehmen? Wer in einen Aktienfonds investiert, sollte sich zwar immer auch mit diesen Fragen beschäftigen, doch die eigentliche Arbeit übernehmen die Fondsmanager. Anleger brauchen dann nichts weiter zu tun, als über ihren Broker Anteile des Fonds zu kaufen, der ihnen am meisten zusagt und ihre eigene Herangehensweise am besten wiederspiegelt.

Altersvorsorge: Fonds im Sparplan

Aktienfonds werden auch im Rahmen von Sparplänen angeboten. Anleger können regelmäßig in einen Fondssparplan einzahlen, je nachdem, wieviel Geld sie bereit sind, für die Altersvorsorge beiseite zu legen. Dabei können Sparpläne bereits ab wenigen Euro monatlich eingerichtet werden. Wer über Jahrzehnte hinweg in einen solchen einzahlt, kann eine große Summe ansparen und dabei von der langfristigen Wertentwicklung der Aktien profitieren. Die meisten Broker und Banken bieten eine Vielzahl von Sparplänen für Aktien-, Renten und Mischfonds an. Manche Anbieter haben sogar Aktiensparpläne im Angebot.

Die Kosten schmälern die Rendite

Ein Nachteil von Aktienfonds – egal, ob als Einmalanlage oder als Sparplan – ist, dass sie relativ teuer sind. Fondsgesellschaften und Broker verlangen jeweils eine Reihe von Gebühren, die erst einmal wieder über die Wertentwicklung eingespielt werden müssen. Nicht selten kommen da Kosten von mehreren Prozent der Anlagesumme zusammen. Wer Aktienfonds als Altersvorsorge in Erwägung zieht, sollte daher zuerst die Angebote der Broker vergleichen, denn einige Anbieter geben Rabatte auf den Ausgabeaufschlag, einen der größten Kostenverursacher bei Fonds.

ETFs: Die günstige Alternative

Noch mehr Kosten können vermieden werden, wenn man statt auf klassische Investmentfonds auf börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs (kurz für Exchange Traded Funds), setzt. Diese Fonds sind aufgrund ihrer Funktionsweise besonders günstig. Indexfonds folgen in ihrer Zusammensetzung einem Referenzindex; eine komplizierte Aktienanalyse ist daher nicht von Nöten. So können die Fondsgesellschaften Managementaufgaben einsparen. Der geringere Aufwand resultiert in deutlich niedrigeren Gebühren. Das spürt man vor allem bei ETF-Sparplänen investieren.

Altersvorsorge flexibel gestalten

Wer heute für das Alter vorsorgen möchte, sollte sich nicht ausschließlich auf die Rentenversicherung verlassen. Und andere Produkte zur Altersvorsorge wie private Lebens- und Pflegeversicherungen sind zwar wichtige Bausteine, bieten aber nicht die nötige Flexibilität, um in jeder Lebenssituation hilfreich zu sein. Eine Alternative sind Aktien. Altersvorsorge kann auch an den Börsen stattfinden. Insbesondere risikoärmere Fondsvarianten z.B. in Sparplänen können die eigene Vorsorge bereichern. Alles, was Sparer dazu benötigen, ist ein Depot bei einem Broker, der bestenfalls auch noch mit günstigen Gebühren aufwarten kann.

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