Börsengebühren

Jeder Börsenplatz erhebt Börsengebühren, die alle diejenigen zahlen müssen, die an dieser Börse handeln. Damit müssen auch Broker Börsengebühren zahlen, doch die geben sie an ihre Kunden weiter. Wer ein Depot bei einem Broker besitzt, zahlt somit pro Order auch Börsengebühren. Dabei setzen sich diese aus mehreren verschiedenen Kostenpunkten zusammen und unterscheiden sich von Börsenplatz zu Börsenplatz. So erhebt vielleicht die Börse Stuttgart Gebühren, die in dieser Höhe an der Börse Frankfurt nicht anfallen – oder umgekehrt. Über die genaue Höhe dieser Gebühren informieren die jeweiligen Börsen.

Welche Börsengebühren fallen an?

Die Börsengebühren setzen sich aus mehreren Kostenpunkten zusammen. Das sind zum Einen die Transaktions- und Handelsentgelte, zum Anderen aber auch die sogenannte Clearinggebühr sowie die Settlementgebühr. Über die Höhe dieser Entgelte und Gebühren entscheidet die jeweilige Börse. Zudem sind diese Werte abhängig von dem gehandelten Finanzprodukt, für das die Gebühren anfallen. So lässt sich keine allgemeine Aussage über die Höhe der Börsengebühren treffen. Konkret setzen sich die Börsengebühren aus den folgenden Kostenpunkten zusammen, wobei nicht jede Börse sämtliche dieser Gebühren erhebt:

Tradinggebühr

Diese Gebühr, die auch als Transaktionsentgelt bezeichnet wird, erhält der Börsenplatz selbst. Die Depotbank muss an die Börse Gebühren dafür zahlen, dass diese sich als Handelsplatz zur Verfügung stellt. Der Wert wird in der Regel prozentual festgelegt und ist abhängig vom Ordervolumen. Ähnlich wie bei den Ordergebühren des Brokers gibt es eine minimale und eine maximale Grenze, um die Kosten zu deckeln. Die Börsenplätze verdienen also an jedem Handel mit.

Courtage und Handelsentgelt

Das Handelsentgelt und die Courtage fallen für die an der Börse tätigen Spezialisten an, die im Auftrag der Bank oder des Brokers die Order an der entsprechenden Börse ausführen. Vor allem an der Parkettbörse wird die Courtage fällig. Über den elektronischen Handelsplatz Xetra fallen ähnliche Gebühren an, hier werden sie Handelsentgelt genannt. Doch ist dieses meist niedriger, da die Transaktionsprozesse automatisch ablaufen. Wie die Tradinggebühr werden auch Courtage und Handelsentgelt in der Regel prozentual zum Orderpreis festgelegt.

Clearinggebühr

Diese Börsengebühren sind die Kosten für die Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus dem Kauf oder Verkauf des entsprechenden Wertpapiers ergeben. Damit ein Wertpapier korrekt getradet werden kann, muss sichergestellt werden, dass die Besitzverhältnisse geklärt sind und das Wertpapier rechtmäßig veräußert werden kann.

Settlementgebühr

Das Settlement bezeichnet den tatsächlichen abgeschlossenen Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers im Aktiendepot, wenn alle Verbindlichkeiten geklärt sind. Meist werden Clearing und Settlement von externen Stellen übernommen, also nicht vom Broker oder der Bank selbst, so dass dieser Posten auch unter die Börsengebühren fällt und nicht im Orderpreis enthalten ist.

Zusätzliche Gebühren an der Börse

Neben diesen Entgelten erheben manche Börsenplätze weitere Gebühren. So muss der Broker – und damit der Kunde – oft auch eine Kommunikationsgebühr und das sogenannte Schlussnotendatenträgerentgelt entrichten. Beide Kostenpunkte haben in der Regel einen Festpreis pro Order.

Fazit: Börsengebühren unabhängig vom Broker

Wer an der Börse handelt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass neben den Orderkosten Börsengebühren anfallen. Auf die Börsengebühren haben der Broker und der Anleger kaum Einfluss, allenfalls durch die Wahl des Handelsplatzes. Gute Broker führen die möglichen Börsengebühren schon recht genau auf, andere weisen lediglich darauf hin, dass neben den Orderkosten auch Börsengebühren anfallen. Die genauesten Infos bieten hier die Börsenplätze selbst. Jeder Kunde sollte also bedenken, dass Klauseln wie „zuzüglich Fremdspesen“ noch einmal einen Kostenaufschlag bedeuten, der erst dann beziffert werden kann, wenn alle Ordereigenschaften festgelegt sind.

Auch das Traden mit einem Musterdepot kann hilfreich sein, da hier analog zum echten Börsenhandel der Preis exakt bestimmt wird. Trader können dann ganz unverbindlich – ohne tatsächlich zu kaufen oder verkaufen – sehen, wie viel Börsengebühren letztlich für einen bestimmten Trade fällig werden.

Wichtig: Im Depot Kostenrechner sind lediglich die Orderpreise enthalten. Fremdspesen können zusätzlich erhoben werden.

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