Deutsche bewerten Aktien differenzierter als angenommen

Eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und der Börse Stuttgart hat es erneut bestätigt: Das Verhältnis der Deutschen zu Aktien ist schwierig. Lediglich 8,4 Millionen Menschen sind Inhaber von Aktien oder Aktienfonds. Große Vorurteile und Unsicherheiten beeinflussen die Meinung der Privatanleger zu Wertpapieren. Es zeigte sich aber auch, dass das Thema deutlich differenzierter bewertet wird als bisher angenommen.

Junge Frau sitzt vor Computer, auf denen Aktiencharts zu sehen sind

Image von Aktien wird eher schlechter als besser

Die Studie, die im Auftrag von DAI und der Börse Stuttgart von TNS Infratest durchgeführt wurde, bewies einmal mehr die negative Einstellung der Deutschen zu Aktien. Die Finanzkrise scheint die Lage noch zusätzlich verschlechtert zu haben. Statt die Chancen des Aktienmarktes zu nutzen, verabschiedeten sich allein im Jahr 2014 fast eine halbe Millionen Anleger von ihm. Ziel der Studie war es, die Ursachen für diese Zurückhaltung zu ergründen, um der Aktienkultur in Deutschland zu verbessern. Für die Umfrage wurden 2.019 Personen über 14 Jahre telefonisch interviewt. Davon waren 11,9 % Aktienbesitzer, während der Rest (88,1 %) kein Geld in Aktien angelegt hatte.

Überraschende Ergebnisse

Über die bereits hinreichend bekannte Tatsache hinaus, dass die Deutschen Aktien eher skeptisch gegenüber stehen, brachte die Umfrage auch einige überraschende Ergebnisse hervor. Private Anleger sehen die Thematik nämlich differenzierter als bisher gedacht.

Aktien als langfristige Anlage

So werden Aktien von der Mehrheit der Befragten nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt gesehen, sondern als Langfristanlage, die über vielversprechende Rendite verfügen kann. Gründe für die trotzdem anhaltenden Zurückhaltung sind laut Studie Fehleinschätzungen wie die Annahme, die Aktienanlage würde fundierte wirtschaftliche Kenntnisse voraussetzen. Deutlich mehr als zwei Drittel sind dieser Meinung, während etwas mehr als die Hälfte der Befragten zudem der Auffassung sind, dass sich kleinere Anlagebeträge nicht lohnen.

Aktienbesitzer sind positiver gestimmt

Außerdem können die Antworten der Nicht-Aktienbesitzer klar von denen der Aktieninhaber abgegrenzt werden. So schätzen bereits Erfahrene die Eigenschaften der Aktienanlage öfter objektiv und eher richtig ein als Teilnehmer, die bisher keinen Kontakt mit Aktien hatten. Zudem ziehen Trader die Aktie bei langfristigen Anlageentscheidungen viel eher in Betracht. Knapp zwei Drittel der Wertpapierbesitzer gaben außerdem an, auch mit Verwandten, Freunden oder Bekannten gelegentlich über die Thematik zu sprechen. Im Gegensatz dazu spielen Aktieninvestments bei zwei Drittel der Nicht-Aktienbesitzer im privaten Umfeld keinerlei Rolle. Diese Ergebnisse zeigen, dass ein Engagement im Wertpapierebereich offenbar zu einer positiveren Auffassung desselben führt.

Erfolg mit dem passenden Depot

Es wird häufig thematisiert, dass die Skepsis und Angst der deutschen Anleger vor Aktien diese häufig davon abhält, von den Vorteilen der Anlage zu profitieren. Durch Studien sollen die Gründe dieser Situation aufgedeckt und der momentanen Lage entgegengesteuert werden. Wer sich von den Vorzügen der Anlage doch direkt selbst überzeugen möchte, benötigt zuerst ein geeignetes Depot. Dieses findet man am einfachsten online in einem Depot-Vergleich.

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