Keine Angst vor Aktien

AufwärtstrendWer beim Börsengang von Microsoft 1986 nur 1000 Dollar auf die Aktie gesetzt hat, kann sich heute über 500.000 Dollar freuen. Und wer 1984 den Kaufpreis für einen Apple Macintosh in Apple Aktien investiert hat, besitzt heute 671.000 Dollar. Um an der Börse Erfolge in dieser Größenordnung zu erzielen, braucht es natürlich ein Händchen für Aktien und sicherlich auch etwas Glück. Auf der anderen Seite zeigen sie auch die enormen Möglichkeiten auf, die der Handel mit Aktien bieten kann. Trotzdem meiden viele Deutsche die Geldanlage aus Angst vor einem zu hohen Risiko und ziehen sich immer mehr aus dem Aktienmarkt zurück. Finanzexperten sehen diese Entwicklung kritisch und rufen zu einer höheren Aktiennutzung auf.

Immer weniger deutsche Aktionäre

Es ist kein Geheimnis und nachvollziehbar, dass die Deutschen ihr Geld gerne in risikoarme und sichere Kapitalanlagen investieren. Aktien gehören nicht dazu. Nach diversen Börsencrashs und dem Verlustgeschäft mit der als Volksaktie angepriesenen T-Aktie, von dem viele Anleger betroffen waren, sind deutsche Aktionäre sehr vorsichtig geworden.

Einer Umfrage von Direktbanken zufolge hält jeder Zweite Aktien für reine Spekulationsobjekte und nur für Reiche geeignet. Im Jahr 2014 zog sich eine halbe Millionen Bundesbürger aus dem Aktienmarkt zurück. Die Zahl der deutschen Aktien- und Aktienfondsbesitzer sank seit Beginn des Jahrtausends von 11,8 auf 8,4 Millionen.

Deutsche wollen risikoarme Anlagen

Finanzexperten macht diese Entwicklung Sorgen. Sie empfehlen den Anlegern dringend, wenigstens einen kleinen Teil ihres Vermögens in Aktien zu investieren. Aufgrund des rekordverdächtig niedrigen Zinssatzes ist eine Konzentration auf typische, konservative Geldanlagen immer weniger sinnvoll. Momentan legen die Deutschen durchschnittlich rund drei Viertel ihres Kapitals zinsabhängig an, nur der Rest fließt in Aktien und Fonds.

Investition in Aktien bringt langfristig Vorteile

Aktuelle Berechnungen auf Basis von Bundesbank-Daten zeigen, dass ein „traditionell“ geführtes Durchschnittsdepot zwischen 2008 und 2014 deutlich weniger Umsatz gebracht hätte als ein international gestreutes aktienlastigeres Depot. Die Berechnungen beziehen sogar den Börsencrash Anfang 2008 mit ein und verdeutlichen, dass selbst bei hohen kurzfristigen Börsenverlusten die Vorteile eines Depots mit mehr Aktien auf lange Sicht überwiegen.

Experten raten deshalb jedem Anleger zumindest einen kleinen Anteil des Vermögens in Aktien zu investieren und dabei auf eine breite internationale Streuung zu achten. Das Verlustrisiko dabei ist trotzdem relativ gering, gleichzeitig hat der Minizins einen weniger starken Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Vermögens.

Anbieter direkt gegenüberstellen

Ein Blick auf den Börsenmarkt lohnt sich also in jedem Fall. Auch konservative Anleger sollten und können auch guten Gewissens darüber nachdenken, zumindest einen kleinen Teil ihres Kapitals zinsunabhängig anzulegen. Wer sich bisher noch überhaupt nicht mit Aktienhandel beschäftigt hat, findet das für ihn passende Aktiendepot am besten durch einen direkten Vergleich.

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