Mit Aktien sicher durch geopolitische Krisen?

Die derzeit stattfindenden Konflikte in der Welt haben auch negative Auswirkungen auf die Börse. Viele Anleger sind verunsichert, wie sie auf solche Krisen reagieren sollen.
Wenn sich beispielsweise die Armeen von Ukraine und Israel in anhalten Gefechten befinden – worauf sollen Aktionäre setzen?
Die Empfehlung beläuft sich oft darauf, dass geraten wird, auf Nummer Sicher zu gehen. Doch auch das kann unterschiedlich aussehen. Es kann auch sicherer sein, „bewährte“ Börsenweisheiten außer Acht zu lassen und Tipps anderer Anleger zu hinterfragen.
Teilweise widersprechen sich die Anlagestrategien komplett; da ist es knifflig, den richtigen Weg zu finden.
Ein unter Börsianern immer wieder kursierender Spruch lautet „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“. Dieser Spruch wirkt nicht nur respektlos den Kriegsopfern gegenüber, sondern muss stimmt auch nicht unbedingt.
Genauso gut könnte man empfehlen, antizyklisch zu investieren. So pauschal formulierte Ratschläge sind als Anlagestrategie jedoch zu vernachlässigen und sollten von Anlegern kritisch hinterfragt werden.

Wie kann ich das Risiko für meine Anlagen minimieren?

Wichtig ist es, eine eigene Anlagestrategie festzulegen, die man dann auch durchzieht (es sei denn, einige der Aktien oder Wertpapiere sehen wirklich extrem schlecht aus oder widersprechen Ihren ethischen oder moralischen Überzeugungen.)
Außerdem ist es sinnvoll, verschiedene Anlageoptionen zu mischen, also nicht nur auf einzelne Aktien zu setzen, sondern auf mehrere – und nicht nur auf dieses Anlageprodukt (z.B. Renten, Währungen, Rohstoffe und Investmentfonds.)
Neuen Börsentrends sollten Sie grundsätzlich eher misstrauen, da das nur eine kurzfristige Entwicklung sein kann, die mehr Verlust als Profit schafft. Es hilft, den „Herdentrieb“ zu beobachten und Insidern zu folgen, die mit ihren Strategien erfolgreich sind. Diese Insider müssen nicht immer bekannte Fondsmanager sein, denn diese verteilen ihre Portfolios in der Regel auf ziemlich viele Wertpapiere. Das geht zunächst ins Geld und ist für Privatpersonen oftmals ungeeignet.
Auch geopolitische Ereignisse sollten Beachtung finden. Die Konflikthistorie im Nahen Osten trägt beispielsweise weiterhin dazu bei, dass die Eskalationen den Ölpreis weiter steigen lassen. Unter der Krise in der Ukraine könnten dagegen infolge der Sanktionen und Gegensanktionen auch deutsche und andere europäische Aktien sowie die amerikanischen Aktien leiden. Für asiatische, insbesondere chinesische, Aktien sieht es besser aus; vorausgesetzt, dass die Region weitestgehend friedlich bleibt.

Um die aktuellen Entwicklungen besser im Auge zu behalten, können Sie auch hier aktuelle Depots vergleichen und den für Sie geeigneten Anbieter mit niedrigen Kosten und optimalen Analysetools finden.