Grüne Aktien: Was taugt die Geldanlage in erneuerbare Energien?

Immer mehr Menschen treten bewusst gegen Umweltverschmutzung und Ausbeutung ein. Doch wer sein Geld einer Bank anvertraut, sei es nun in Wertpapiere oder Sparanlagen, läuft Gefahr, dass die Banken das Geld in fragwürdige Projekte investiert. Speziell bei Wertpapieren, beispielsweise Fonds, kann es passieren, dass das Geld in Unternehmen fließt, die mit Rüstung, Umweltverschmutzung, Kinderarbeit oder Tierquälerei in Verbindung gebracht werden. Indirekt unterstützen Anleger also auch diese Felder. Doch immer öfter gibt es sogenannte grüne Aktien. Bei diesen ist gewährleistet, dass nur in ethisch einwandfreie Firmen investiert wird. Doch wie gut sind die Öko Aktien wirklich?

Ökologische Fonds und Öko Aktien: Erneuerbare Energien und Co. unterstützen

Bild zeigt Windräder und Solarzellen

Meist kann man als Anleger in Aktien, Fonds und Co. nicht bestimmen, in welche Geschäftsfelder eine Investition fließt. Investiert man in Aktien spezieller Unternehmen, kann man zwar Firmen der Rüstungsindustrie, Atomenergie, Suchtmittel oder Umweltverschmutzung ausschließen, doch wirklich sicher sein, wo genau das Geld hinfließt, kann man nicht. Bei Fonds gestaltet es sich noch schwieriger.

Deshalb gibt es Fonds, die speziell auf Nachhaltigkeit hin gestaltet sind und nur Wertpapiere enthalten, die von nachhaltig agierenden Unternehmen stammen. Dabei muss nachhaltig nicht gleich nachhaltig sein. Manche schließen bestimmte Branchen – beispielsweise Rüstung, Atomenergie oder Erotik – oder Firmen, die mit Kinderarbeit, Tierversuchen oder Umweltverschmutzung in Verbindung gebracht werden, aus, andere nehmen nur bestimmte Geschäftsfelder anhand eines strengen Kriterienkatalogs auf. Es ist also von Fonds zu Fonds unterschiedlich, wie streng die Richtlinien sind.

Natur Aktien Index (NAI)

Wer sich für grüne Aktien interessiert, kann beispielsweise in Wertpapiere aus dem Natur Aktien Index (NAI) investieren. Er umfasst 30 international agierende Unternehmen, die sich der ökologischen Unternehmensführung verschrieben haben. Der grüne Aktienindex existiert seit 1997. Dabei werden strenge Maßstäbe angesetzt, die ein Unternehmen für den Natur Aktien Index qualifizieren. Regelmäßig überprüft ein Ausschuss die Konsequenz der im Natur Aktien Index befindlichen Unternehmen. Um aufgenommen zu werden, muss die Firma beispielsweise einen großen Beitrag zur Lösungsfindung bei erneuerbaren Energien leisten, wirtschaftliche und ökologische Produkte herstellen oder soziale Produktions- und Absatzprozesse schaffen. Der NAI kann an der Börse gehandelt werden.

Bei fast allen Anbietern im Depot Rechner können Fonds gehandelt werden. Nutzt man die Fondssuche, ist es möglich, Öko Aktienfonds oder grüne Aktien zu handeln, beispielsweise über den Natur Aktien Index.

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