Vorsicht vor Geheimtipps beim Aktienkauf

Nicht nur private Anleger kennen die Geschichten über Telekom- oder Prokon-Aktien, die erst gehypt wurden und schließlich die Erwartungen der Anleger schwer enttäuschten. Diese sind keine Einzelfälle: Immer wieder machen Anleger mit vermeintlich sicheren Einzeltiteln sehr schlechte Erfahrungen. Experten warnen vor Investitionen dieser Art.

Zocker-Fehler vermeiden

Während der durchschnittliche deutsche Aktienkäufer für sein vorsichtiges und auf Sicherheit bedachtes Vorgehen bekannt ist, gibt es auch eine andere Gruppe von Anlegern: Zocker, die auf der Suche nach dem ganz großen Gewinn auch entsprechend hohes Risiko eingehen. Viele der Aktien Geheimtipps bringen jedoch das genaue Gegenteil und verschlingen bereits erlangte Gewinne. Um nicht in eine solche Falle zu tappen und sich abzusichern, sollte man besonders folgende Fehler vermeiden:

  • Jagd auf den ganz großen Fang
  • Blinde Befolgung eines „Geheimtipps“
  • Handel mit Pennystocks
  • Überschätzung des eigenen Wissens
  • Kauf von Papieren mit zu hoher Risikoquote

Jagd auf den ganz großen Fang

Natürlich mag der Reiz unbekannter, billiger und scheinbar vielversprechender Geheimtipps verlockend sein. Experten raten jedoch dringend davon ab, damit das ganz große Geld machen zu wollen. Stattdessen empfehlen sie ein breit angelegtes Depot, mit dem man vor verschiedenen Risiken abgesichert ist. Bei Einzeltiteln können private Investoren nur schwer beurteilen, wie hoch bestimmte Risiken sind. Selbst wenn es für das Marktrisiko eine Prämie gibt, ist beispielsweise kaum abzuschätzen, ob ein Unternehmen pleite geht oder ein Produkt floppt.

Blinde Befolgung eines “Geheimtipps”

Mann vor der Entscheidung Risiko oder Sicherheit Generell ist bei Angeboten per E-Mail oder Fax besondere Vorsicht geboten. In den wenigsten Fällen werden seriöse Tipps in verdächtigen Anschreiben und in marktschreierischer Manier angepriesen. Wer nicht sicher ist, was er von einem Angebot zu halten hat, sollte sich kritisch fragen, warum jemand einen solchen Hinweis geben sollte.

Handel mit Pennystocks

Auch der Handel mit so genannten Pennystocks, also Aktien, die nur wenige Cent wert sind, ist oft keine gute Idee. Jordan Belfort, dessen Leben im Film „The Wolf of Wall Street“ mit Leonardo DiCaprio verfilmt wurde, erwirtschaftete sein Vermögen durch massive Bewerbung und Verkauf von Pennystocks an unerfahrene Anleger. Durch eine geschickte Manipulation der Aktienkurse zu seinen Gunsten verdiente er in kürzester Zeit Millionen, während seine Kunden ihr Geld verloren.

Überschätzung des eigenen Wissens

Wer davon ausgeht, dass das eigene Wissen einen Vorteil beim Wertpapierkauf verschaffen kann, irrt sich meist. Das tatsächliche Risiko einer Anlage ist nur äußerst schwer genau einzuschätzen. Zudem sind die Gewinne oft schon eingepreist. Das bedeutet, dass bei der Festlegung des Aktienpreises die Aussicht auf Gewinne bereits berücksichtigt wurde. Eine Studie der Universität Frankfurt am Main belegt, dass ein zu großes Vertrauen auf die eigene Kenntnis Privatanleger bis zu drei Prozent Rendite kostet.

Kauf von Papieren mit zu hoher Risikoquote

Für Zocker sind sie sehr verlockend: Papiere mit sehr hoher Risikoquote. Doch die Hoffnung damit einen hohen Gewinn zu erzielen, wird meist enttäuscht. Die Wissenschaftler der Universität Frankfurt fanden heraus, dass die Depots von Zockern, die einen hohen Anteil an heiklen Papieren besaßen, durchschnittlich zehn Prozent unter dem Marktschnitt lagen.

Geheimtipps Aktien: Auf Zockerpapiere verzichten

Wer weiß, dass er zu vorschnellen Entscheidungen und dem Kauf kritischer Aktien neigt, sollte sich zum einen für das Ordervolumen ein Limit setzen und außerdem nur in breit gestreute Fonds investieren. Neudepotbesitzer und alle, die es werden wollen, sollten auf spekulative Käufe verzichten. Bei der Wahl des passenden Depots für eine erfolgreiche Tradingkarriere hilft am besten ein direkter Vergleich.

Jetzt Depots vergleichen