Aktiensparplan – Schritt für Schritt zur Aktie

Sparen ist derzeit mehr als unattraktiv, wenn es um langfristige Rendite geht. Eine Alternative sind Anlagen in Wertpapiere, doch nur wenige nehmen diese Möglichkeit wahr. Nicht jeder verfügt über große finanzielle Rücklagen und kann ohne Weiteres hohe Investitionssummen aufbringen. Vor allem der Einstieg in den Aktienhandel, benötigt ein gewisses Startkapital, so die landläufige Meinung. Für eine aktive Trader-Karriere ist dies richtig. Für Sparer, die auf der Suche nach einer neuen Anlageform sind, gibt es aber ebenfalls Möglichkeiten für einen sanften Einstieg. Eine dieser einfachen Methoden ist ein Aktiensparplan.

Was ist ein Aktiensparplan?

Mit einem Aktiensparplan können Anleger sich Schritt für Schritt eine Aktie ersparen. Die Kaufpreise von Aktien unterliegen generell Schwankungen, der Kurs einer Aktie bestimmt ihren Wert. Je nach Unternehmen sind Einzelaktien relativ günstig zu haben oder aber extrem teuer. Professionelle Trader kaufen Aktien in großen Stückzahlen, es kann aber auch langsamer investiert werden. Mit einem Sparplan zahlt der Anleger regelmäßig – monatlich, vierteljährlich, jährlich – Geld ein. Von diesem Geld werden dann die gewählten Aktien erworben. Abhängig von der Sparrate können dies mehrere Aktien sein oder aber auch nur ein Teil einer Aktie. Die Banken und Broker, die Sparpläne anbieten, ermöglichen in den meisten Fällen diese Teilkäufe und berechnen entsprechend Anteile und Kosten. Auf diese Art kann nach und nach ein Aktienportfolio aufgebaut werden.

Trotz Sparplan: Aktien bleiben Aktien

Obwohl der Erwerb vom üblichen Kauf an der Börse abweicht, unterliegen die Wertpapiere den üblichen Marktregeln. Das bedeutet, dass ihr Wert immer vom aktuellen Kurs abhängt – und somit auch mit Verlusten zu rechnen ist. Zwar bietet das Aktiensparen auch Menschen mit kleinerem Geldbeutel die Möglichkeit Wertpapiere zu erwerben. Es darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass der Handel mit Aktien risikoreicher ist, als es die Anlage auf einem Sparbuch ist. Im Gegenzug stehen aber auch die Renditechancen deutlich besser.

Generell gelten auch für einen Aktiensparplan die gleichen Regeln wie bei einem klassischen Wertpapier-Portfolio. Besonders wichtig ist eine breite Streuung, das bedeutet Aktien von möglichst mehreren, verschiedenen Unternehmen zu halten. Dies ist natürlich nicht unbedingt sofort und schnell zu erreichen, wenn man sich Aktien Stück für Stück erspart. Dennoch sollte man sich nicht nur auf eine Aktie konzentrieren. Experten raten Aktiensparern zu einer Investition in fünf bis zehn verschiedene Aktien.

Aktiensparplan anlegen – So geht’s

Egal ob Sparplan, Aktien oder andere Wertpapiere, Grundlage für die Investition ist ein Depot. Dieses wird entweder von Banken oder Brokern angeboten. Zwei Faktoren sind dabei in erster Linie entscheidend. Erstens: Ist die Depotführung kostenlos sprich ohne laufende Kosten? Gerade für Investoren mit geringerem Kapital sollten die laufenden Kosten der Anlage möglichst gering gehalten werden. Zweitens: Werden Aktiensparpläne angeboten? Und wenn ja, welche? Neben Aktien kann man auch zum Beispiel in einen Fonds mit einem Sparplan investieren. Es sollte also genau darauf geachtet werden, welche Sparpläne angeboten werden und welche Aktien für einen Sparplan zur Verfügung stehen. Nicht alle weltweit erhältlichen Aktien können nämlich auch in Form eines Sparplans erworben werden. Die Auswahl ist begrenzt. Ein Aktiensparplan-Vergleich bringt Klarheit über Angebot und Kosten der Anbieter.

Hat man sich für ein Depot und einen Aktiensparplan entschieden, muss man lediglich noch den Sparplan einrichten. Dazu wird der entsprechende Plan ausgewählt und die Sparrate festgelegt. Nach Abschluss wird regelmäßig das Geld vom Verrechnungskonto abgebucht und in die gewünschten Aktien investiert. Es ist ohne Probleme möglich, mehrere Sparpläne parallel zu besparen. Die Mindesteinzahlungen, also die Rate, die mindestens erbracht werden muss, beginnen bei 25 Euro, abhängig vom Broker.

Gewinne aus dem Aktiensparplan ziehen

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Aktueller Verbrauchertipp:

Eine einfachere Methode durch Sparen in Aktien zu investieren ist zum Beispiel ein Fondssparplan oder ein ETF-Sparplan.

Anders als bei einem Fondssparplan kann man bei einem Aktiensparplan nur auf zwei Weisen Rendite erzielen: Durch die eventuelle Ausschüttung von Dividenden oder durch den Verkauf der Aktie. Da es sich auch bei Sparplan-Aktien um ganz normale Wertpapiere handelt, entwickeln sie sich stetig. Es kann also sinnvoll sein, bei plötzlichen Kursschwankungen zu verkaufen. Einerseits um Gewinne aus einem Kursanstieg zu ziehen oder andererseits die Verluste bei einem Kursabfall einzuschränken. Ein Aktiensparplan erfordert also durchaus die Aufmerksamkeit des Investors, der sein Portfolio im Auge behält und auf Marktveränderungen reagiert. Ein gewisses Börsenwissen ist daher auch bei einem Aktiensparplan unerlässlich.

Was kostet ein Aktiensparplan?

Ein wichtiger Faktor bei einem Aktiensparplan sind die Kosten. Leider gibt es keine Broker, die einen Aktiensparplan kostenlos anbieten, es werden immer Gebühren fällig. Die Frage ist nur, in welcher Höhe? Eine einfache Methode ist ein Aktiensparplan-Vergleich um die Kosten vieler Anbieter auf einmal zu sehen. Man kann aber auch selbst die Preise ganz einfach vergleichen. Wichtig zu beachten ist, dass eine klassische Orderprovision in den meisten Fällen nicht erhoben wird. Stattdessen wird ein fester prozentualer Anteil der Sparrate als Gebühr erhoben. Das bedeutet von jeder Sparrate wird ein gewisser Betrag automatisch abgezogen und geht nicht in das Kapital ein, mit dem Aktien erworben werden.

Andere Anbieter erheben einen festen Betrag oder aber auch eine Kombination aus Fixbetrag und prozentualen Kosten. Oder aber es gibt einen maximalen Kostenbetrag, der in keinem Fall überschritten wird. Je nach Höhe der Sparrate kann ein anderes Modell von Vorteil sein. Es lohnt sich die einzelnen Werte mit der geplanten Sparrate durchzurechnen, denn jeder Euro Kosten schmälert am Ende die Rendite.

Aktiensparplan für jeden geeignet?

Die Möglichkeiten bei einem Aktiensparplan sind limitiert. Es stehen nur begrenzt Aktien zur Auswahl. Dennoch sollten Anleger nicht wahllos ihre Aktien aus diesem Angebot picken. Auch bei einem Aktiensparplan sollte man eine gewisse Anlagestrategie verfolgen. Börsenneulinge sind damit unter Umständen überfordert. Wer aber bereit ist, sich zu informieren, erhält mit einem Aktiensparplan die Möglichkeit auch mit kleinem Budget in Aktien zu investieren und diese als Grundstock für eine breitere Wertpapieranlage zu nutzen. So kann Schritt für Schritt ein Portfolio aufgebaut werden, dass nach einiger Zeit auch mit normalen Investitionen erweitert werden kann. Diese Erweiterungsoption sollte auch bei der Wahl des Depots bedacht werden.

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