ETF-Sparplan: Einfach und kostengünstig investieren

Ohne großen Aufwand in Aktien investieren und das mit möglichst geringen Kosten? Das geht! Mit einem ETF-Sparplan. Diese besondere Form eines Sparplans ist insbesondere für Einsteiger geeignet, da sie vergleichsweise wenig Vorkenntnisse und gleichzeitig kaum aktive Transaktionen des Investors fordert. Möchte man relativ sicher aber renditeträchtiger Geld anlegen, als es zum Beispiel bei einem Sparbuch der Fall ist, dann ist ein ETF-Sparplan eine gute Alternative zu den Klassikern der Anlage. Die Frage ist nur was sind ETFs und wie kann man mit diesen gewinnbringend sparen?

ETF, Fonds, Sparplan – das Wichtigste in aller Kürze

Bei einem ETF-Sparplan kommen drei Produktformen zusammen: Der Fonds, der ETF und der Sparplan. Um besser zu verstehen, wie ein ETF-Sparplan funktioniert, zunächst eine kurze Erklärung zu allen drei Aspekten.

Fonds

Fonds sind Bündelungen von Anlageprodukten, zum Beispiel Aktien. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, je nach Zusammensetzung, also Aktienfonds, Immobilienfonds, Rentenfonds, etc. Das Besondere: Durch die Sammlung diverser Wertpapiere verschiedener Unternehmen erhält man eine sehr breite Streuung. Fondsgesellschaften gestalten diese Fonds und verkaufen Anteile an Anleger. Diese partizipieren dann an den Entwicklungen des ganzen Fonds, der einen Durchschnittswert aller enthaltenen Anteile bildet. Die Zusammensetzung des Fonds richtet sich nach seiner Art und der Auswahl des Fondsmanagers, der die Anteile stetig anpasst, um eine überdurchschnittliche Performance zu erreichen.

ETFs

ETF steht für Exchange Traded Fund und bezeichnet einen börsengehandelten Indexfonds. Die Besonderheit: Der ETF beruht nicht auf dem Konzept eines Fondsmanagers sondern richtet sich nach einem Index, zum Beispiel dem DAX. Im ETF sind dann die Anteile des zugrundeliegenden Indexes enthalten und zwar in der Gewichtung, die auch im Index herrscht. So kann man als Anleger direkt an den Entwicklungen des Indizes teilhaben. Der Vorteil: Da der Index nicht von einem Fondsmanager gebildet und verwaltet werden muss, ist er günstiger. Außerdem sind die Renditen von Fonds immer auch von den Fondsmanagern und deren Geschick abhängig. Indizes hingegen sind von solchen Faktoren unabhängig. Möchte man einen Indexfonds kaufen, fallen außerdem geringere Gebühren an, als bei einem klassischen Fonds, da ETFs auch an der Börse gehandelt werden und so der Ausgabeaufschlag entfällt.

Sparplan

Ein Sparplan wird von Banken und Brokern als Service für ihre Kunden herausgegeben. Er beruht auf folgendem Prinzip: Der Sparer zahlt regelmäßig einen festgelegten Betrag ein (meist monatlich) und erhält dafür Anteile an Fonds. Die Bank kümmert sich um Kauf, Verrechnung und rechnet auch die Anteile und die anteiligen Kosten aus, die für den gewählten Sparbetrag erhältlich sind bzw. anfallen. Auf diese Weise wächst das Anlagevermögen regelmäßig und der Sparer erhält nach und nach mehr Anteile an dem gewählten Fonds. Je nachdem, ob der Fonds thesaurierend oder ausschüttend ist, vergrößert sich das Fondsvermögen weiter oder aber der Anleger erhält regelmäßige Auszahlungen. Nicht jeder Fonds wird allerdings auch als Sparplan angeboten. Zudem gibt es bei den Banken Unterschiede in den Kosten. Es schadet also nicht, mittels eines Sparplan-Vergleichs oder -Finders die Angebote mehrerer zu vergleichen.

Der ETF-Sparplan – Clevere Produktkombination

Ein Sparplan wird gerne von Einsteigern des Börsenhandels genutzt, da man relativ wenig Eigeninitiative zeigen muss und dem vertrauten Konzept des Sparens mit monatlichen Beiträgen folgen kann. Mit einem ETF-Sparplan werden die Vorteile eines Sparplans mit denen von ETFs kombiniert. Dies zeigt sich vor allem in der Kostenersparnis und der sichereren Rendite. Wie kommen diese Vorteile zustande?

Anlage in ETF: Fondssparplan mit Kostenersparnis

Die gleichen Ersparnisfaktoren, die bei ETF-Fonds gelten, gelten auch bei einem ETF-Sparplan. So sind ETF-Fonds in der Regel schon allein dadurch günstiger, dass kein Ausgabeaufschlag anfällt. Dieser wird bei klassischen Fonds erhoben und kann zwischen 2-5 % der Anlagesumme betragen. Außerdem entfallen die oft hohen Managementgebühren, die bei normalen Fonds anfallen. Die Verwaltungsgebühr ist deutlich geringer, da hier nur ein passives Management erforderlich ist. Dieses greift zum Beispiel ein, wenn sich die Zusammensetzung eines Index ändert.

Ganz ohne Gebühren geht es allerdings auch nicht beim ETF-Sparplan. Kostenlos sind die wenigsten Anlageprodukte erhältlich. Auch ein ETF-Sparplan erfordert eine Verwaltungsgebühr. Diese ist zwar deutlich geringer als bei klassischen Sparplänen aber sie ist vorhanden. Außerdem fällt für den Verkauf eine Orderprovision an. Hier gibt es deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Anbietern. Ein ETF-Sparplan-Vergleich hilft, günstige Angebote zu finden. Ein weiterer Punkt auf den man achten sollte – weil man ihn sehr gut vermeiden kann – sind die Depotkosten. Für den Erwerb von Fondsanteilen oder die Nutzung eines Sparplans ist ein Depot notwendig. Bestenfalls ist dieses kostenlos. Auch hier kann man mit einem Depot-Vergleich passende Angebote finden. Man sollte sich aber unbedingt vorab informieren, ob der gewünschte ETF beim gewählten Anbieter auch als Sparplan erhältlich ist und zu welchem Preis.

Sichere und lukrative Anlage

Es muss vorab gesagt werden: ETFs bilden Aktienkurse ab und sind daher auch von Kursverläufen abhängig. Das heißt fällt der Kurs, wird auch der Fonds Verluste machen. Doch die gute Nachricht ist: Zahlreiche Vergleiche zeigen, dass die meisten Indexfonds besser performen als von Fondsmanager verwaltete Fonds. Durch die breite Streuung eines Fonds wird außerdem das Risiko minimiert. Dies gilt insbesondere auch für Indizes. Große Sprünge des Gesamtkurses sind nur durch große weltweite Einflussfaktoren erzielbar. Einbrüche einzelner Unternehmenswerte werden hingegen durch die anderen Index-Unternehmen ausgeglichen. Genauso verhält es sich entsprechend bei Kursanstiegen. Zudem ist es möglich, seine Anteile am ETF-Fonds jederzeit zu verkaufen. Und auch falls die Fondsgesellschaft selbst pleitegeht, ist das Kapital der Anleger geschützt. Es wird als Sondervermögen verwaltet und kann ausschließlich für die Investition in den entsprechenden Fonds genutzt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Renditechance eines ETFs zumindest zur Zeit des Niedrigzinses sehr viel besser steht, als die klassischer Bankanlagen wie Sparbüchern. Die Performance liegt hingegen langfristig durchschnittlich über dem aktiv verwalteter Fonds. Das Risiko eines Totalverlustes wird durch die breite Streuung des Indizes gemindert.

ETF-Sparplan einfach kaufen

Der Erwerb eines ETF-Sparplans ist sehr einfach. Bestenfalls hat man vorab einen ETF-Sparplan-Vergleich durchgeführt und weiß schon, welchen ETF man möchte und welcher Broker diesen anbietet. Denn die wichtigste Voraussetzung für den Erwerb ist ein Depot. Schließlich müssen die Fondsanteile irgendwo gelagert werden. Da Sparpläne ein spezieller Service von Brokern sind, bieten auch nicht alle Anbieter die gleichen ETF-Sparpläne an. Außerdem kann es, wie bereits erwähnt, deutliche Kostenunterschiede geben. Hat man sich für einen Anbieter entschieden, wird zunächst das Depot eröffnet, sofern nicht bereits eins besteht. Dann wählt man den gewünschten Sparplan aus und legt fest in welchen Intervallen (monatlich, vierteljährlich) man einzahlen möchte und in welcher Höhe. Viele ETF-Sparpläne sind bereits ab 50 Euro monatlich erhältlich und so auch für den schmäleren Geldbeutel geeignet. Es sind übrigens auch jederzeit zusätzliche Einmalzahlungen möglich. Sind diese Formalitäten geklärt, beginnt auch schon das Sparen.

Der Anleger muss sich um nichts mehr kümmern. Das Geld wird regelmäßig abgebucht, die Transaktionen und die Verwaltung übernimmt der Broker. Dennoch sollte man die Entwicklungen des ETF-Sparplans nicht vollständig aus den Augen lassen. Da Indizes ebenfalls Kursschwankungen unterliegen, kann es sinnvoll sein, bei schlechter Performance seine Anteile des Fonds wieder zu verkaufen. Die Kündigung eines Sparplanes ist jederzeit möglich.

Für jeden Anlegertyp geeignet

Nicht nur Börsenneulinge schätzen die Einfachheit eines ETF-Sparplans. Auch erfahrenere Investoren nutzen Fonds als Absicherung ihrer anderen Transaktionen. Dank der großen Auswahl an ETFs sind für jeden Geschmack passende Angebote dabei. Durch die Indizes können verschiedene Branchen oder Regionen, aber auch Industriezweige abgebildet werden. Außerdem gibt es auch bei ETFs riskantere und risikoärmere Varianten. So ist für jeden Anlegertyp und Investitionsgeschmack etwas Passendes dabei.

Depotkosten berechnen

kleines RechnersymbolDepotkosten jetzt berechnen:

Kostenrechner »

Attraktive Depoträmien

kleines KostenzeichenAktuelle Depotprämien im Detail:

Depot-Prämien »

OnlineBroker-Test

kleines Symbol einer WaageAktuelle Anbieter im Leistungstest:

Depot-Test »