„Tag der Aktie“ soll Deutschen die Börse näherbringen

Der „Tag der Aktie“ feiert Premiere! Als Antwort auf den „Weltspartag“, der seit Jahren von Banken und Sparkassen zelebriert wird, haben nun vier Onlinebroker den „Tag der Aktien“ ins Leben gerufen. Für Kunden von comdirect, Consorsbank, DAB-Bank und ING-DiBa bedeutet dies, dass sie am heutigen Montag, 16. März, keine Gebühren auf Dax-Aktien und auf acht börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETFs) auf den Dax zahlen müssen. Auch die Deutsche Börse sieht von allen Kosten ab. Während Börsenspekulanten profitieren, üben Verbraucherschützer Kritik und bezeichnen die Aktion als Marketing-Gag.

Spargelegenheit bei Aktienkäufen

Von den großen Direktbanken und der deutschen Börse ins Leben gerufen, können alle Aktienkäufer vom „Tag der Aktie“ profitieren. Denn der Kauf aller 30 Dax-Aktien sowie acht ETFs auf den Dax ist kostenlos. Gebühren fallen weder bei der Börse noch bei den Brokern an. Je nach Größe der Order können Trader ordentlich sparen. Das Mindestvolumen eines Kaufs liegt bei 1000 Euro. Die Gebührenfreiheit bezieht sich dabei nicht auf Verkäufe von Dax-Aktien. Mittlerweile nehmen nicht nur die Initiatoren comdirect, Consorsbank, DAB Bank und ING DiBa an der Aktion teil, sondern auch 1822direkt, maxblue, Wüstenrot direct sowie die Augsburger Aktienbank.

Der Tag ist Bestandteil der „Aktion pro Aktie“, mit der die vier Begründer-Direktbanken für eine bessere Aktienkultur in Deutschland sorgen wollen. Dabei sollen Aktien nicht nur stärker in den Köpfen der Deutschen präsent werden, sondern es soll vor allem mit Vorurteilen gegenüber der Börse aufgeräumt werden. Durch Studien, Bildungsangebote, Veranstaltungen und Sonderaktionen wie der „Tag der Aktie“ sollen die Deutschen aufgeklärter und entspannter an der Börse agieren.

Keine Angst vor Werbefalle

Die Einführung des Ehrentags für die Aktie sorgt allerdings trotzdem schon jetzt für Diskussionsstoff. Vorbild ist der seit mehr als 90 Jahren jährlich stattfindende Weltspartag. Doch vor dem Hintergrund der teilweise kaum noch existenten Zinsen stellt sich natürlich die Frage, ob dieser nicht längst ausgedient hat. Da Wertpapiere momentan eine der profitableren Investitionsmöglichkeiten darstellen, sehen viele den „Tag der Aktie“ als Chance deren negatives Image als unsichere Geldanlage zu korrigieren. Verbraucherschützer kritisieren die Idee dagegen als reine Werbeaktion.

Natürlich soll der Tag Neukunden anziehen und sie zu Investitionen an der Börse bewegen. Kritiker bringen das Argument, die Einführung eines solchen Tages sei nicht gerechtfertigt, während der Dax von einem Allzeithoch zum nächsten jagt. Experten halten dagegen, dass keiner einschätzen könne, ob und wann der endgültige Höhepunkt erreicht sei. So sorgte beispielsweise der Höchststand von 10.000 Punkten Anfang des Jahres für Begeisterung. Heute liegt der Dax jedoch bei 12.000 Punkten, kann also ein Plus von 20 % verzeichnen. Insofern kann der „Tag der Aktie“ offenbar beruhigt als das gesehen werden, wozu er gedacht war: Der Versuch, die Börse und die gerne übervorsichtigen Deutschen einander näher zu bringen.

Passendes Depot finden

Natürlich sollte man sich nicht ausschließlich wegen der Einsparmöglichkeiten am „Tag der Aktie“ für eine Traderkarriere und der Eröffnung eines Depots entscheiden. Doch wer in Zeiten des aktuellen Niedrigzinses auf der Suche nach einer alternativen und lukrativeren Geldanlageoption ist, kann durchaus über einen Einstieg an der Börse nachdenken. Das beste Depot für die individuellen Wünsche findet man am einfachsten online im direkten Vergleich.

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